Zwischenbericht der Zukunftsregion Südniedersachsen (Download): Die Zukunftsregion Südniedersachsen – bestehend aus den Landkreisen Göttingen, Goslar, Holzminden und Northeim sowie der Stadt Göttingen – hat nun ihren aktuellen Zwischenbericht vorgelegt. Die Lead-Partnerschaft liegt beim Landkreis Göttingen. Seit Januar 2023 verantwortet das Regionalmanagement (REM) unter dem Dach der SüdniedersachsenStiftung die operative Umsetzung des Programms und fungiert als zentrale Anlaufstelle für Projektträgerinnen und Projektträger.
6,17 Millionen Euro für regionale Projektvorhaben
Für die Umsetzung des regionalen Zukunftskonzepts stehen insgesamt 6,17 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereit. Das Zukunftskonzept bildet die strategische Grundlage: Es beschreibt Stärken und Herausforderungen der Region, identifiziert Handlungsfelder und definiert Qualitätskriterien für die Projektförderung.
Bis Ende 2025 wurden 14 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 11,81 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Diese haben Eingang in den Zwischenbericht der Zukunftsregion Südniedersachsen gefunden. Die Finanzierung setzt sich aus mehreren Quellen zusammen:
59% regionale Kofinanzierung (7,04 Mio. €)
22% ESF+-Mittel (2,56 Mio. €)
14% EFRE-Mittel (1,65 Mio. €)
4% Zuschuss aus der Zukunftsregion SüdOstNiedersachsen (0,48 Mio. €)
1% Bundesmittel (0,09 Mio. €)
Die regionale Kofinanzierung verteilt sich dabei auf kommunale Mittel (36%), Landesmittel (36%), sonstige öffentliche Mittel (26%) und private Beiträge (2%).
Breite Beteiligung in der Region
Insgesamt sind 35 Organisationen an der Umsetzung der Projekte beteiligt. Die Akteurslandschaft ist vielfältig:
29% wirtschaftsfördernde und beschäftigungsorientierte Akteure
28% gemeinnützige Verbände, Vereine und Stiftungen
20% Hochschulen
17% kommunale Akteure
6% Unternehmen
Diese breite Beteiligung zeigt, wie stark die Region vernetzt ist und wie viele Partner gemeinsam an Zukunftsthemen arbeiten. Der Zwischenbericht der Zukunftsregion Südniedersachsen bietet eine detaillierte Übersicht über die Organisationen.
Regionale Verteilung der Projekte
Die 14 Projekte werden in folgenden Gebietskörperschaften umgesetzt:
Landkreis Göttingen: 13 Projekte
Stadt Göttingen: 11 Projekte
Landkreis Northeim: 11 Projekte
Landkreis Holzminden: 8 Projekte
- Landkreis Goslar: 8 Projekte
Damit macht der Zwischenbericht der Zukunftsregion Südniedersachsen deutlich, dass die Zukunftsregion nicht nur ein strategischer Zusammenschluss ist, sondern konkrete Entwicklungsimpulse in der Fläche setzt.
Zwischenbericht der Zukunftsregion Südniedersachsen: Schwerpunkte der Mittelbindung
Die gebundenen Mittel konzentrieren sich auf zwei Handlungsfelder:
Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe: 2,56 Mio. €
Regionale Innovationsfähigkeit: 1,65 Mio. €
Für weitere Projekte stehen bis 2029 noch ungebundene Mittel in Höhe von 1,20 Mio. € (Regionale Innovationsfähigkeit) und 0,76 Mio. € (Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe) zur Verfügung.
Diese Schwerpunkte spiegeln die Herausforderungen wider, vor denen Südniedersachsen steht: Fachkräftesicherung, soziale Teilhabe, Innovationsförderung und die Stärkung ländlicher Räume.
Hintergrund der Zukunftsregion Südniedersachsen
Niedersachsen steht vor tiefgreifenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen. Klimaschutz, nachhaltiges Wirtschaften, Digitalisierung, soziale Teilhabe und Innovationsfähigkeit gehören zu den zentralen Zukunftsaufgaben. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, setzt das Land auf starke regionale Kooperationen. Mit dem Förderprogramm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ unterstützt die Landesregierung seit 2023 Zusammenschlüsse von Kommunen dabei, über Kreisgrenzen hinweg gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Das REM übernimmt eine koordinierende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung regionaler Vorhaben. Es unterstützt Antragstellende bei der Strukturierung von Projektideen, prüft Förderoptionen, vernetzt Partnerorganisationen und begleitet die Gremienarbeit. Über Workshops und Austauschformate werden Bedarfe aus der gesamten Region systematisch zusammengeführt.
Die Zukunftsregion verfügt über klar definierte Entscheidungsstrukturen: Eine Steuerungsgruppe, eine Interkommunale Arbeitsgruppe und ein Beirat sorgen für Transparenz, Abstimmung und eine verlässliche Auswahl förderfähiger Projekte. Detaillierte Informationen sind ebenfalls im Zwischenbericht der Zukunftsregion Südniedersachsen zu finden.