Klimaberufe stärken – Auf innovativen Wegen zu mehr Klimahänden

Der Fachkräftemangel stellt eine zentrale Herausforderung für Unternehmen und Institutionen in Deutschland dar. Wir zeigen, wie Klimaberufe dem entgegenwirken.

In diesem Artikel

Die Sicherung von Fachkräften stellt eine zentrale Herausforderung für Unternehmen und Institutionen in Deutschland dar. Vor allem im Handwerk und in anderen praxisorientierten Branchen wird der Fachkräftemangel zunehmend spürbar. Doch wie können Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung leisten? Die Initative für Klimaberufe (FIFKISS) der SüdniedersachsenStiftung bietet genau hier praxisnahe Lösungen und innovative Ansätze. Das Motto der Initiative lautet: „Hände für die Klimawände“, kurz „Klimahände“.

Vom Bedarf zur Innovation: Weiterbildungsinitiativen im Fokus

Ein aktuelles Beispiel aus der Wirtschaft verdeutlicht die Bedeutung von Weiterbildungsinitiativen: Das Bauunternehmen Hanebutt hat kürzlich ein eigenes Institut gegründet, um gezielt Fachkräfte weiterzubilden und das Handwerk zu stärken. Hier geht es zum gesamten Beitrag „Hanebutt gründet eigenes Institut zur Weiterbildung von Fachkräften und Sicherung des Handwerks„. Diese Initiative zeigt, wie wichtig es ist, Bildung und Praxis zu verzahnen, um langfristige Erfolge zu sichern. Auch das FIFKISS-Projekt greift diese Notwendigkeit auf und verfolgt ähnliche innovative Ansätze. Ziel ist es, sowohl Unternehmen als auch Fachkräfte in der Region Südniedersachsen gezielt zu unterstützen.

FIFKISS: Partnerschaften für die Zukunft

Das Projekt FIFKISS richtet sich unter anderem auch an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese Betriebe sind oft der Rückgrat der regionalen Wirtschaft, stehen jedoch vor spezifischen Herausforderungen, wenn es um die Fachkräftesicherung geht. FIFKISS bietet hier eine Plattform, um bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln:

  • Praxisnah: Verschiedene Angebote sind darauf ausgelegt, regionale Unternehmen für die Bedeutung von Klimaberufen zu sensibilisieren. Durch gezielte Maßnahmen müssen Arbeitnehmende auf die spezifischen Anforderungen der ökologischen Transformation vorbereitet werden.
  • Netzwerkbildung: Durch Kooperationen mit lokalen Bildungsträgern, Unternehmen und Institutionen gilt ein starkes Netzwerk zu forcieren. Dieses Netzwerk dient nicht nur der Weitergabe von Wissen, sondern auch der Identifikation und Nutzung von Entwicklungspotenzialen im Bereich der Klimaberufe.
  • Digitalisierung und Innovation: Es gilt Unternehmen dabei zu unterstützen, digitale Tools und innovative Arbeitsprozesse einzuführen, um nicht nur Fachkräfte zu gewinnen und zu binden, sondern auch die öffentlichen Wahrnehmung und Sichtbarkeit klimarelevanter Berufsfelder zu fördern.

Klimaberufe: Eine Chance für Südniedersachsen

Das Beispiel Hanebutt zeigt, dass auch im Handwerk Digitalisierung und Innovation entscheidende Erfolgsfaktoren sind. Doch FIFKISS geht noch einen Schritt weiter: Der Fokus des Projekts liegt auf den sogenannten Klimaberufen – Berufsgruppen, die direkt dazu beitragen, Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Dazu gehören – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – unter anderem Busfahrer:innen, Anlagenmechaniker:innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik sowie Architekt:innen und Stadtplaner:innen.

Beschäftigungen in einem Klimaberuf sind ein integraler Bestandteil der ökologischen Transformation und entscheidend für ein klimaneutrales Südniedersachsen. Trotz ihrer zentralen Bedeutung leiden sie unter mangelnder Wertschätzung und Sichtbarkeit. FIFKISS setzt genau hier an, indem es die Wahrnehmung für die Klimaberufe schärft und gezielte Maßnahmen zur Anwerbung und Bindung von Fachkräften in diesen Bereichen umsetzt.

Warum Klimaberufe eine Gemeinschaftsaufgabe sind

Die Sicherung von Fachkräften in den Klimaberufen erfordert gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Bildungseinrichtungen, Politik und Gesellschaft. FIFKISS verfolgt daher drei zentrale Ziele:

  1. Sensibilisierung und Aufklärung: Regionale Unternehmen, Einrichtungen und potenzielle Arbeitskräfte werden für die Bedeutung der Klimaberufe sensibilisiert. Hierfür bietet das Projekt Aufklärungs-, Vermittlungs- und Beratungsangebote sowie geeignete Netzwerkstrukturen.
  2. Sichtbarkeit und Öffentlichkeitsarbeit: Klimaberufe und entsprechende Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote werden durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen ins Rampenlicht gerückt. So wird deren gesellschaftliche Relevanz betont und Entwicklungspotenziale für Unternehmen und Bildungsanbieter aufgezeigt.
  3. Maßnahmenentwicklung und Umsetzung: FIFKISS unterstützt die Formulierung konkreter Handlungsempfehlungen und testet ausgewählte Maßnahmen in der Praxis der Klimaberufe. Ziel ist es, neue Lösungswege zu etablieren und bestehende Strukturen optimal zu nutzen.

Fazit: Mit FIFKISS die Zukunft gestalten

Ähnlich wie das Hanebutt Institut, das mit dem Ziel gegründet wurde, Handwerksmeister durch innovative Weiterbildungsprogramme zu fördern und gleichzeitig die Unternehmensnachfolge zu sichern, setzt auch FIFKISS auf gezielte Qualifikationsmaßnahmen und langfristige Strategien zur Fachkräftebindung und -entwicklung. Während Hanebutt auf digitale Workshops und Persönlichkeitsentwicklung für die Führungsebene im Handwerk setzt, legt FIFKISS den Fokus auf die breite Sensibilisierung und Qualifikation in Klimaberufen, um die regionalen Klimaziele zu erreichen.

 


Schon gewusst? Wenn Sie mehr über das FIFKISS erfahren möchten, besuchen Sie unsere Projektseite oder nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Fachkräfte in Südniedersachsen!

Unser Experte:
Zum Jahreswechsel 2021/22 hat Dr. Benjamin W. Schulze die Leitung des Arbeitsbereichs Fachkräfte und Arbeitgebermarketing bei der SüdniedersachsenStiftung übernommen. Als ehemaliger Leiter verschiedener Projekte mit Bezug zur regionalen Fachkräfte-Thematik, verfügt er über tiefe Einblicke in die Entwicklungen am hiesigen Arbeitsmarkt. Der studierte Wirtschaftshistoriker und promovierte Volkswirt versteht sich in der Projektarbeit vornehmlich als Netzwerker und Vermittler zwischen Theorie und Praxis. Er kam 2006 zum Studium nach Göttingen, blieb der Georgia-Augusta anschließend beinahe ein Jahrzehnt als Wissenschaftler treu und fühlt sich nunmehr nach Familiengründung und seinem Wechsel zur SüdniedersachsenStiftung vor beinahe fünf Jahren heimisch in der Region.
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