Die Zukunftsregion Südniedersachsen bringt seit 2023 Kommunen, Hochschulen, Wirtschaft und weitere Akteure zusammen, um die Lebensverhältnisse in der Region zu verbessern. Gemeinsam haben sie bereits 18 Projekte (Stand: Juni 2026) auf den Weg gebracht – von MINT-Bildung über Inklusion bis hin zu Pumpspeicherkraftwerken. Rico Krieger, Leiter des Regionalmanagements, erzählt im Interview, wie sein Team Projekte begleitet und zieht ein Zwischenfazit.
Video: Zukunftsregion Südniedersachsen: Kurz nachgefragt bei Rico Krieger
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Mehr InformationenIn welcher Rolle bist du heute hier, Rico?
Ich bin heute hier als Projektleiter der Zukunftsregion Südniedersachsen. Ich leite das Regionalmanagement unter dem Dach der Stiftung. Heute haben wir im Zuge einer Vernetzungsveranstaltung alle 18 Projekte (Stand: Juni 2026) der Zukunftsregion Südniedersachsen eingeladen. Wir, das sind meine Kolleginnen Andrea Hummelsiep, Franziska Wolkenhauer und ich. Zum ersten Mal kommen alle zusammen, lernen sich kennen und tauschen sich über ihre Projekte und Erfahrungen aus.
Kannst du mir mehr über die Zukunftsregion Südniedersachsen erzählen?
Die Zukunftsregion Südniedersachsen ist eine von 14 Zukunftsregionen in Niedersachsen und damit Teil eines großen Förderprogramms des Landes. Wir sind eine davon und unsere umfasst die Landkreise Göttingen, Northeim, Goslar, Holzminden sowie die Stadt Göttingen.
Verstehe. Und mit wem arbeitet ihr zusammen?
Wir arbeiten eng mit Kommunen und Kommunalpolitik, mit Hochschulen, Wirtschaft und auch mit Akteuren der Beschäftigungs- und Wirtschaftsförderung zusammen. Einige von ihnen sind auch Antragsteller oder Projektpartner bei uns. Wir begleiten sie von der Idee über die Antragstellung und Umsetzung bis hin zum Sachbericht am Projektende. Dabei vernetzen wir und hören immer erst einmal zu: Was für Probleme und Herausforderungen gibt es? Und wie können wir gemeinsam tragfähige Lösungen und Projekte entwickeln?
Dabei konzentrieren wir uns auf zwei Handlungsfelder. Im Handlungsfeld „Regionale Innovationsfähigkeit“ geht es darum, neue Ideen und Innovationen in der Region zu unterstützen, Wissen zu vernetzen und den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen zu stärken. Das Handlungsfeld „Wandel der Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe“ richtet den Blick darauf, wie wir Menschen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe unterstützen und gleichzeitig auf Veränderungen in der Arbeitswelt reagieren können.
Welche Ziele verfolgt das Förderprogramm?
Mit der Zukunftsregion wollen wir dazu beitragen, attraktive Lebensverhältnisse zu schaffen, Zukunftschancen zu verbessern und die Stärken unserer Region weiter auszubauen. Das geschieht durch ganz unterschiedliche Projekte mit regionalem Mehrwert. Mal geht es um neue Ansätze für die Wasser- und Energieversorgung, mal darum, Inklusionsbetriebe aufzubauen oder die MINT-Bildung für Kinder und Jugendliche zu stärken.
Gab es einen Aha-Moment, den du besonders in Erinnerung behalten hast?
Aha-Momente gab es viele – insbesondere in der Anfangsphase der Zukunftsregion 2023. Wir mussten zunächst selbst verstehen und vermitteln, was dieses neue Förderprogramm ermöglicht und wie wir es für unsere Region bestmöglich nutzen können. Dabei hat uns geholfen, dass wir bereits 2021 und 2022 ein Zukunftskonzept entwickelt haben. Dieses Konzept bildet neben den allgemeinen Förderbedingungen den strategischen Rahmen für die Projektentwicklungen. Neue Projekte müssen sich darin wiederfinden und zu den Entwicklungszielen der Region beitragen. Das ist besonders wichtig, weil letztlich eine regionale Steuerungsgruppe darüber entscheidet, welche Projekte über die Zukunftsregion unterstützt werden.
Und was motiviert dich in deiner täglichen Arbeit?
Kein Tag ist wie der andere. Das klingt zwar wie eine Plattitüde, aber ich finde das wirklich toll. Morgens kommen neue Anfragen herein und der Tagesablauf kann sich schnell ändern. Wir arbeiten sowohl mit Wissenschaft als auch mit Wirtschaft, Kommunen und vielen weiteren Akteuren zusammen. Alle bringen unterschiedliche Perspektiven, Sprachen und Ziele mit. Als Regionalmanagement ist es unsere Aufgabe sie zusammenzubringen und daraus gemeinsam etwas für die Region zu entwickeln.
Großartig. Wo steht ihr heute mit der Zukunftsregion Südniedersachsen?
Wir haben bislang 18 Projekte (Stand: Juni 2026) mit einem Gesamtvolumen von 11,8 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Die Zukunftsregion Südniedersachsen ist ziemlich genau in der Mitte der Laufzeit angekommen. Viele Projekte sind bereits gestartet und viele Mittel gebunden. Das zeigt, wie gut die Akteure in unserer Region zusammenarbeiten. Gleichzeitig stellen wir uns die Frage: Welche zusätzlichen Fördermittel können wir noch in die Region holen? Welche Projekte können wir noch auf den Weg bringen? Und ergeben sich vielleicht Folgeprojekte aus den aktuellen Vorhaben? In den kommenden drei Jahren wollen wir genau daran weiterarbeiten.
Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg bei der Zusammenarbeit mit den Projekten.
Die Zukunftsregion Südniedersachsen zeigt, wie aus regionalen Herausforderungen konkrete Projekte und neue Kooperationen entstehen können. Das Regionalmanagement bringt dafür Akteure zusammen, begleitet Vorhaben von der ersten Idee bis zur Umsetzung und hilft dabei, Fördermöglichkeiten gezielt für die Region zu nutzen. Zur Halbzeit der Laufzeit ist bereits viel auf den Weg gebracht – und bis 2029 bleibt noch Raum für neue Ideen, Partnerschaften und Projekte, die Südniedersachsen weiter voranbringen. Mehr zur Zukunftsregion Südniedersachsen, ihren Handlungsfeldern und Fördermöglichkeiten gibt es auf der Projektseite der Zukunftsregion Südniedersachsen.





