Blog: ViridisH2 Südniedersachsen

#14 Startschuss für Entwicklung der Stadtlinienbusse von Morgen

veröffentlicht am 15.02.2021

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Die Gesichter hinter dem Innovations-Projekt „Go4City“ . Foto: ELO Mobility

Wie kann der Stadtlinenbus der Zukunft aussehen? Dieser Frage geht nun das Innovations-Projekt „Go4City“ zwischen ELO Mobility und dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI nach. Die Partner wollen gemeinsam eine neue Generation von revolutionären Stadtlinienbussen mit Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb entwickeln. Ihr Konzept überzeugte auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), das nun entsprechende Fördermittel zur Verfügung stellt. Unser WIR!-Bündnis gratuliert unserem Verbundpartner ELO zu diesem Erfolg.

Die neue Generation setzt auf Wasserstoff

Der Einsatz von Wasserstoff ermöglicht emissionsfreie Mobilität, gilt als wesentliche Grundlage bei der Umsetzung geplanter Klimaziele von EU und Bundesregierung und ist unserer Meinung nach ein zentrales Element der Energiewende. Unser Verbundpartner ELO, das Berliner Start-up mit Niederlassung in Göttingen, hat sich auf die Entwicklung von Hochleistungs-Stadtbussen mit innovativen, elektrischen Antrieben – basierend auf intelligenten Energiemanagementsystemen – spezialisiert. Die neuartigen Busse sollen deutlich weniger Wasserstoff verbrauchen, so dass Optimierungspotenziale in Bezug auf Reichweite und Betriebskosten gegenüber derzeit verfügbaren Fahrzeugtechnologien deutlich besser umgesetzt werden. ELO positioniert sich damit nicht nur am hiesigen Markt, sondern steigt in das internationale Rennen um Wasserstoff-Technologien im Sektor kommerzieller Fahrzeuge ein und treibt die klimafreundliche Verkehrswende auf Wasserstoff-Basis entscheidend voran.

Optimierungsbedarfe aufspüren und innovativ heben

Das Vorhaben „Go4City“ verzahnt Forschung und technische Realisierung. Denn die gesammelten Forschungserkennisse sollen unmittelbar Eingang in die ab 2022 geplante Serienproduktion der neuen Stadtlinienbusse finden. Sowohl die angestrebte Modularität als auch die weiterentwickelten Sensoren und Aktuatoren sind zentrale Innovationsbereiche, die in den zwei geplanten Bustypen (in der Version 12-Meter- und 18-Meter-Gelenkbus) umgesetzt werden. ELO verspricht sich aus der Zusammenarbeit einen wesentlichen Erkenntnis- und Datengewinn, um sowohl Einzelfahrzeuge als auch den Flottenbetrieb zu optimieren. Große Optimierungspotenziale erwartet ELO durch eine adaptive, verschleißminimierende Brennstoffzellen-Betriebsstrategie sowie angepasste Dimensionierung der Komponenten und Energiesteuersysteme zu heben. Fraunhofer IVI ist hierfür der optimale Partner. Seit mehr als 20 Jahren realisiert das Institut Innovationen für die intelligente Planung, Koordinierung und Steuerung von Mobilitätssystemen und verfügt darüber hinaus über Erfahrung mit zuverlässigen Informations- und Assistenzsystemen, digitalen Plattformlösungen sowie Big-Data-Mobilitätsdaten im Bereich des ÖPNV.

Ein wichtiger Innovationsaspekt des „Go4City“-Projektes ist der Einsatz von wechselbaren und wiederaufbereitbaren Brennstoffzellen. Durch diese sind signifikante Kostenreduktionen möglich, was wiederum entscheidend zur Technologieakzeptanz beiträgt. Unterstützt wird ELO hierbei von dem etablierten Technologieunternehmen HyMove B.V. aus den Niederlanden. HyMove betreibt bereits seit über fünf Jahren Busse mit innovativen und zuverlässigen Brennstoffzellen im täglichen Linieneinsatz und wird zusammen mit ELO bisherige Produkte auf Basis der gesammelten Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickeln.

Nicht die Chance verpassen

Südniedersachsen hat mit unserem Vorhaben „ViridisH2“ und den involvierten Partner beste Chancen oben auf der Wasserstoff-Welle zu schwimmen. ELO zeigt sich einmal mehr als attraktiver Technologiepartner mit internationaler Vernetzung. Unser WIR!-Bündnis ist vielseitig aufgestellt. Es braucht nun aber den notwendigen Mut, politische Unterstützung und unternehmerische Risikobereitschaft einen neuen Weg in Südniedersachsen einzuschlagen. Diese Chance sollten wir als Region nicht verpassen!

 

 

Ansprechpartner:

Dr. Benjamin Schulze
Projektleiter ViridisH2 Südniedersachsen

T. 0551/39-21755
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