Der Wegbereiter für digitale,
dezentrale Wertschöpfungsketten
in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Der Bedarf an Lebensmitteln nimmt stetig zu – gleichzeitig steigen die Klimaschutzvorgaben. Grundlage der dafür notwendigen technologischen Veränderungen und innovativen Ansätze ist der leistungsfähige Mobilfunkstandard 5G. Das Projekt „5G NortNet“ will es Landwirten durch Nutzung von 5G ermöglichen, höhere Erträge bei geringerem Ressourceneinsatz zu erzielen und zugleich Dünge- und Pflanzenschutzmittelreglementierungen und klimaorientierte Umweltauflagen einzuhalten.

Um Informationsgewinn und Effizienz in der Lebensmittelproduktion zu steigern, setzt das Projekt auf intelligente Landwirtschaft – das sogenannte Smart Farming: Mittels 5G sollen große Datenmengen erhoben und nutzbar gemacht werden, um die Erzeugung von Lebensmitteln entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu optimieren. Diese reicht von der Pflanzenzüchtung und Saatgutherstellung bis zum nachhaltigen und zukunftsfähigen Pflanzenbau in der landwirtschaftlichen Produktion. Auf diese Weise ist das Projekt 5G NortNet Wegbereiter für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion.

Das Projekt zielt zudem darauf ab, einen zukunftsweisenden, technologiegestützten und auf andere Regionen übertragbaren Innovationsschub zu erzeugen. So soll im Rahmen des Projektes unter anderem eine 5G-Beratung für Landwirte erfolgen, sodass Interessierte Zugang zu Informationen und Erfahrungen der Modellregion mitsamt ihrer beteiligten Betriebe erhalten.

Ziele des Projekts

Optimierte Produkte für die Lebensmittelindustrie durch Smart Farming

Die Ansprüche der verarbeitenden Industrie und der Endverbraucher an Ernteprodukten sind definiert. Ihnen gerecht zu werden, erfordert vom Landwirt möglichst präzises Handeln und Entscheiden.

Bessere Risikoabschätzung und Handlungsbefähigung durch Digitalisierung:

Aggregierte Daten z.B. zu Wetter, Bodenverhältnissen oder Pflanzenwachstum verbessern die Risikoabschätzung und bieten bessere Entscheidungsgrundlagen.

Verbesserte Anpassung an die Dynamiken des internationalen Marktes

Die regionale Landwirtschaft ist einem zunehmenden globalen Preis- und Konkurrenzdruck ausgesetzt. Steigende Anforderungen an Lebensmittelqualität, Herkunftsnachweise und die Erfüllung von Umweltschutzbestimmungen verstärken diesen. 5G NortNet optimiert agrarwirtschaftliche Prozesse, um die betriebliche und volkswirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz zu erhöhen.

Förderung von Start-ups in der Digital- und Agrarwirtschaft

Die 5G-Technologie bietet erhebliches Potenzial für Forschung und Entwicklung sowie die marktliche Etablierung innovativer Start-ups. Dies stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsstärke der Region.

Vertrauenszugewinn des Endverbrauchers durch Erhöhung der Transparenz

Eine automatisierte Datengewinnung über 5G in Verbindung mit der Einhaltung hoher Qualitätsansprüche stärkt das Vertrauen in die heimische Landwirtschaft und die Bedeutung regionaler Erzeugnisse. Eine Zurückverfolgung des Produkts bis zum Hersteller verspricht Transparenz, etwa beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, wodurch u. a. Qualitätslabel gestärkt werden.

Subventionskontrolle

Die Gewinnung umfassender Daten z. B. über den Einsatz von Düngemitteln ist auf EU-Ebene von besonderer Bedeutung. Erkenntnisse aus 5G NortNet können so z. B. behördliche Kontrollverfahren präzisieren und Subventionsbetrug reduzieren.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) fördert das zum 1. Januar 2022 gestartete Vorhaben im Rahmen seines 5G-Innovationsprogramms in den kommenden drei Jahren mit rund 3 Mio. Euro.

 

Das Konsortium

Ansprechpartner:

Dr. Peter Oswald
Projektleiter 5G NortNet

M. 0151/42062472
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