BLOG: Fachkräfte Südniedersachsen

#88 Neues Jahr, neuer Start: Neustart voraus!

veröffentlicht am 16.01.2024; Autorin: Laura Brünig

Studienaussteiger-Veranstaltung 26.1.2022

In einem früheren Beitrag haben wir bereits das regionale Netzwerk für Studienaussteiger:innen vorgestellt. Bei Neustart voraus arbeiten unter anderem die Agentur für Arbeit mit der Universität Göttingen und der Beschäftigungsförderung Göttingen eng zusammen, um Student:innen Hilfestellung zu geben, die mit ihrem Studium hadern oder um neue Perspektiven nach einem Studienabbruch aufzuzeigen.

Studienabbruch – und dann?!

Schon früh im neuen Jahr 2024 nahm das Netzwerk seine Arbeit wieder auf, um Interessierten Wege aus dem Zweifel am Studium aufzuzeigen. Dabei muss am Ende nicht immer ein Abbruch erfolgen, auch ein Studiengangwechsel ist möglich. Falls jedoch die Entscheidung gegen das Studium fällt, ist darin kein endgültiges Scheitern zu sehen. Auf dem Weg dahin, und manchmal auch darüber hinaus, beraten und begleiten die Ansprechpartner:innen von Neustart voraus.

Das Menschliche zählt

Es gehört viel Mut dazu, sich einzugestehen, dass das Studium nicht das Richtige war und ist. Die psychische Belastung ist während des Entscheidungsprozesses teilweise hoch, das soziale Umfeld und eigene Erwartungen spielen eine große Rolle. Darum hilft es, auf diesem Weg von Menschen begleitet zu werden, die mit Verständnis und Weitsicht individuell beraten. Annette Mittag, Beraterin im Hochschulteam der Agentur für Arbeit, beschreibt es wie folgt: „Wir finden mit Ihnen gemeinsam Antworten auf die Fragen, die Sie momentan noch suchen.“ Denn, wie der bisherige Werdegang, die erworbenen Kompetenzen aus dem Studium und mögliche Berufsperspektiven zusammenpassen, wird mit den Betroffenen gemeinsam entwickelt.

Abwanderung verhindern

Die Zielgruppe derer, die ihr Studium an einer südniedersächsischen Hochschule abgebrochen haben, bietet großes Potenzial für den regionalen Arbeitsmarkt. Sie gilt es folglich nach einem Abbruch hier zu halten. Ihnen müssen rechtzeitig Alternativen bei einem regionalen Unternehmen bekannt sein, damit mit ihrer Beschäftigung der Fachkräftemangel gemindert werden kann. Damit stehen ganz klar auch die regionalen Unternehmen in der Pflicht, sich dieser Zielgruppe bekannt zu machen und um ihre Kompetenzen zu werben. Viele ansässige Unternehmen sind hier bereits aktiv, doch sind es insbesondere die KMU in der Fläche, die den größten Fachkräftebedarf haben. Neustart voraus setzt hier auch in Zukunft alles daran, die Zielgruppe sichtbarer zu machen, Unternehmen zu sensibilisieren und folglich das Matching zu verbessern. Scheitern birgt immer auch Chancen!

Ansprechpartnerin:

Laura Brünig
Projektleiterin Fachkräftebündnis Südniedersachsen
T. 0551/270713-42
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