Der Vorsitzende des Stiftungsrats der SüdniedersachsenStiftung. Göttingens Landrat Bernhard Reuter (li.) und Prof. Dr. Kilian Bizer (Universität Göttingen) führten mit der Vorstellung der Regionalstrategie Südniedersachsen 2020-2025 in die Auftaktveranstaltung der 2. Südniedersachsenkonferenz ein. Fotos: SüdniedersachsenStiftung

Südniedersachsen. Wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ihre Innovationskraft stärken können, erfuhren rund 120 TeilnehmerInnen zum Auftakt der 2. Südniedersachsenkonferenz am 20. November. Die SüdniedersachsenStiftung richtet die Konferenz pandemiebedingt von November 2020 bis Januar 2021 als vierteilige Online-Veranstaltungsreihe aus.

„Je kleiner ein Unternehmen, desto wichtiger ist der Innovationsmodus Doing, Using, Interacting (DUI)“, führte Dr. Jörg Thomä vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen aus. Im Gegensatz zu hochtechnologischen Innovationen setzt dieser Ansatz auf anwendungsnahe Lösungen, die oft durch engen Austausch mit Kunden und Lieferanten entstehen. Sein Fazit: Innovation sei ohne wissenschaftlichen Einfluss möglich, nicht aber ohne DUI-Kompetenzen, die vor allem auf Lernprozessen und Erfahrung beruhen.

„Kapieren geht vor Kopieren“

Das griff Prof. Dr. Bernhard H. Vollmar von der PFH Privaten Hochschule Göttingen in seinem Vortrag zu „Geschäftsmodellinnovationen im Mittelstand“ auf. Wettbewerb finde oftmals nicht zwischen Produkten oder Prozessen, sondern zwischen Geschäftsmodellen statt. Um einen bestehenden Geschäftsmodelltyp erfolgreich auf das eigene Unternehmen anwenden zu können, reiche es jedoch nicht aus, diesen zu kopieren – entscheidend sei es, das Prinzip zu verstehen und an die eigenen Bedarfe anzupassen: „Kapieren geht vor Kopieren.“ Dafür sei eine ausgeprägte Lern- und Austauschkultur sowie die Bereitschaft notwendig, außerhalb der dominanten Branchenlogik zu denken.

Das schlug die Brücke zum Innovationstreiber „New Work“. Jonas Brunnert, Mitgründer des StartRaum Göttingen und zertifizierter Design Thinker, machte deutlich, dass Digitalisierung, Globalisierung und Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt vor neue Herausforderungen stellen, denen Unternehmen nicht mit alten Antworten begegnen können. Stattdessen brauche es neue Arbeitskulturen und -umgebungen. Statt einen Plan zu verfolgen, müsse man in der Praxis immer öfter auf Veränderung reagieren. Damit dies funktioniere, brauche es unter anderem den Mut, auf Missstände hinzuweisen und die Neugier auf Andersartigkeit zu fördern.

Einblicke in die unternehmerische Innovationspraxis

Im anschließenden Vision Talk gaben Carl-Otto Künnecke (Otto Künnecke GmbH), Michael Weber (THIMM Group) und Birgitt Witter-Wirsam (Holzland Hasselbach) Einblicke in die unternehmerische Innovationspraxis. Während Witter-Wirsam die Bedeutung des DUI-Ansatzes für ihr Unternehmen hervor hob und Weber eine Vielzahl an Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Start-ups darstellte, sprach sich Künnecke dafür aus, das systematische Herangehen der Hochschulen und das oftmals instinktive Handeln der KMU noch stärker miteinander zu verbinden. Alle drei waren sich einig, dass dafür jedoch die Kommunikation und das Verständnis zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter verbessert werden müsse.

Diesen Ansatz verfolgt auch der SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC). Dessen Rolle im regionalen Innovationsprozess stellte der Leiter der Geschäftsstelle, Florian Renneberg, vor.

Regionalstrategie Südniedersachsen 2020-2025

„Eine Innovation umzusetzen, erscheint zu Beginn oftmals wie der Aufstieg auf einen hohen Gipfel – wenn man sich erstmal auf den Weg gemacht hat, stellt man jedoch fest, dass der Berg nicht nur niedriger, sondern auch deutlich einfacher zu begehen ist“, fasste Moderator Prof. Dr. Kilian Bizer (Universität Göttingen) die Erkenntnisse des Nachmittags zusammen.

Bizer hatte zu Beginn gemeinsam mit Landrat Bernhard Reuter, Vorsitzender des Stiftungsrats der SüdniedersachsenStiftung, auch die Regionalstrategie Südniedersachsen 2020-2025 vorgestellt. Diese hat die Stiftung gemeinsam mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig (ArL) und einem breiten Netzwerk regionaler Partner erarbeitet.

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